Dienstag, 5. Januar 2010

Vortrag WS-Standards mit Metro

Ich war enttäuscht als ich meinen Vortrag zum Web Service Stack Metro auf der letzten OIO Hauskonferenz begann. Nur 8 Teilnehmer, so wenig hatte ich noch nie. Der Track im anderen Raum hatte diesmal einen Großteil der Teilnehmer abbekommen. Okay „Effektives Testen für agile Teams“ ist ein gutes Thema und Steffen Schluff und Björn Feustel sind zwei hervorragende Referenten. Aber so wenige Teilnehmer ist echt bitter. Bevor ich mit dem Vortrag anfing wollte ich erst wie im letzten Jahr wissen, welche Web Services Stacks die Teilnehmer einsetzen.
Das Ergebnis war:

Axis1 1
Axis2 4
CXF 1
JAX-WS RI bzw. Metro 0

Schon wieder eine Enttäuschung. Ich weiß, dass Axis2 den größten Marktanteil an den SOAP Toolkits besitzt. Aber dass so wenige Metro einsetzen hätte ich nicht gedacht. Wenigstens sind einige von Axis1 auf Axis2 umgestiegen. Vielleicht liegt es ja an der geringen Verbreitung von Metro, dass mein Vortrag so wenige Teilnehmer anzog. Mit dieser Erklärung kann wenigstens mein Ego leben.
Die zweite Hälfte meines Vortrages bestand aus einer Lifedemo. In der Demo wollte ich erst einen Web Service und einen Client mit Netbeans erstellen. Anschließend sollte der Service mit WS-Reliable Messaging gesichert werden. Dabei wollte ich die Konfiguration über WS-Policy vorstellen und zeigen, wie komfortabel dies mit Netbeans 6.8 geht und die darin enthaltene Metro 2.0 Version kurz vorgestellen. Normalerweise überziehe ich jeden Vortrag, aber dieses Mal war ich mit der Demo fertig und hatte noch 15 Minuten übrig. In der Zeit konnte ich den Service noch zusätzlich mit WS-Security absichern und zeigen wie Nachrichten mit UsernameToken, Verschlüsselung und Signatur gesichert werden. Netbeans bietet eine gute Unterstützung für Metro, nur so ließ sich in 30 Minuten so viel vorführen. Nach dem Vortrag bekam ich Feedback von einigen Teilnehmern, dass Sie beeindruckt davon sind, wie einfach selbst so komplexe Dinge wie Web Services Security mit Netbeans und Metro zu realisieren sind und dass Sie überlegen auf Metro umzusteigen.
Es bleibt also noch Hoffnung, dass Metro die Verbreitung findet, die es verdient.